Stiftung Mesmerhüsli Quinten   Kontaktadresse:  Erlenhof 1922 / CH- 9473 Gams / +41 81 756 02 34 / Bank Linth CH79 0873 1550 8536 1200 1  / mesmerhuesli.quinten@bluewin.ch     www.mesmerhuesli.ch  
Stiftung Mesmerhüsli Quinten Home Über Geschichte Nachweis Vorher Renovation Fertig Kontakt:
Texte: Marc Antoni Nay, Kunsthistoriker, Quinten Fotos: Daniel Imbach, Fotograf, Quinten Das Mesmerhüsli ist ein für Quinten typisches Wohnhaus. Es ist wohl noch im 17.bis 18. Jahrhundert entstanden. Im19. Jahrhundert erhielt der Bau einen Vorraum gegen Norden. Zudem wurden die Kammern im Obergeschoss erhöht und die Fenster vergrössert. Stube und Nebenkammer sind nach Süden zum See ausgerichtet. Dahinter schliesst eine schmale Küche an, von der aus der Stubenofen befeuert wurde. Weil das Haus für längere Zeit unbewohnt war, haben sich die Gebäudehülle und eine Vielzahl interessanter Baudetails erhalten, darunter die im 19. Jahrhundert erneuerten Fenster, archaisch anmutende Wandverkleidungen und ein grosser Stubenofen. ein mächtiger Rauchfang überdeckt die Feuerstellen in der Küche.
Die Nachstehende Beschreibung und die Bilder wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.
01 Das Mesmerhüsli liegt im Dörfli, gleich gegenüber der Kapelle St. Bernhard und bildet mit der Kapelle, der „Hasliegg“ und weiteren historischen Wohnbauten ein eindrückliches Ensemble an der Gasse, die steil vom kleinen Hafen zu den „Geissaställ“ hinaufführt. Diese Gasse ist Teil des viel benutzten Wanderwegs von Quinten nach Betlis und Weesen.
02 Gegen Süden und damit gegen den See hin liegen über einem gemauerten Keller die Hauptwohnräume. Das Erdgeschoss weist hier eine Stube mit Nebenkammer auf, das Obergeschoss zwei Schlafräume. Bergwärts schliesst die Küche an, gefolgt von einem teilweise gemauerten Bauteil, der einen Vorraum und das Plumpsklo aufnimmt.
03 Der Kernbau besteht aus einer Strickkonstruktion, die im vorderen Bereich auf dem gemauerten Keller, im hinteren direkt auf dem Erdboden steht.
04 Auf der Wetterseite gegen Westen hin schützt den Kernbau eine Ständerkonstruktion. Sie nimmt Nebenräume auf, in denen Heu und Holz gelagert wurde und ist deshalb unbefenstert.
05 Die Aussenwände des Kernbaus sind mit einem Schindelschirm versehen. Die Einfassungen der Fenster stammen aus dem 19. Jh. und sind weiss gestrichen. An der Südfront links vom Fenster der Nebenkammer hat sich ein altes Versicherungsschlid „HELVETIA ST.GALLEN“ erhalten, das von der Zeit zeugt, als die Gebäudeversicherung noch bei einer privaten Gesellschaft abgeschlossen werden musste.
06 Unter dem Schutz des Dachgiebels hat sich der Schindelschirm recht gut erhalten.
07 Dort wo er der Witterung stärker ausgesetzt war, zeigt er starke Zerfallserscheinungen.
08 Der Keller besitzt zwei Zugänge, einen externen von Osten her und eine interne Treppe, welche die Küche mit dem Untergeschoss verbindet. Ein erneuerter Deckenbalken trägt die Jahreszahl 1898.
09 Die Inschrift auf dem jüngsten (!) Balken im Keller lautet: „28   (als Striche notiert) Raschi im Jahr 1889“. Das „Raschi“ ist ein geflochtener Tragkorb, der für den Transport von Feldfrüchten, Holz, Laub, Sand und Mist verwendet wurde. Sechs Jahre nach dem Anbringen der Inschrift wurde der oberidische Telefondraht von Murg über den See nach Quinten gespannt.
10 Über die Küche wölbt sich ein mächtiger Rauchfang, die „Kämmischoss“. Darunter befinden sich der Herd, das Feuerloch und die beiden Rauchabzüge von Stubenofen und Kust. Der Sommerzug ist direkt mit dem Herd verbunden, der Winterzug bezieht den Stubenofen mit ein.    An der Ostwand steht ein Küchenbüffet mit einem „Khachla-Gstell“.
11 Die Stube besitzt einen Balkenboden. Die Wände sind mit einem einfachen Täfer aus stehenden Brettern versehen, die durch senkrechte Leisten in Felder gegliedert werden. Drei gekuppelte Fenster öffnen sich gegen Süden.
12 Die feinen, fast zerbrechlich wirkenden Stubenfenster stammen aus dem 19. Jahrhundert. Wie dies für die damalige Zeit üblich ist, sind sie weiss gestrichen.
13 Der Stubenofen liegt mitten im Haus und wird von der Küche aus befeuert. Der  gemauerte Block befindet sich zwischen Stuben- und Nebenkammertüre, ist weiss gekalkt und wird von einer mächtigen Steinplatte bedeckt.
14 Der Stubenofen ragt in die Nebenkammer, die als Elternschlafzimmer genutzt wurde. Rechts vom Ofen steht eine Kust in der Strickwand zur Küche hin. Im Gegensatz zum Stubenofen gibt sie relativ rasch nach dem Anfeuern Wärme ab. Zudem lässt sich mit ihr in Übergangszeiten mit wenig Holz ein wenig Wärme produzieren. 
15 Die Schlafkammern im Obergeschoss bestechen durch ihre Schlichtheit. Die Wände weisen keine Täfer auf, sondern zeigen die liegenden Balken der Strickkonstruktion. Der Rahmen der Türe zeigt an, dass dieselbe im 19. Jh. erhöht wurde.
Details Das Mesmerhüsli weist eine Fülle von schönen Details auf.                    Sie zeugen von der Handwerkskunst der Zimmerleute, Schreiner, Schindelmacher und Schmiede vergangener Zeiten.
D1 Schmiedeeiserne Türbeschläge an der Türe zur Nebenkammer.
D2 Türschloss des 19. Jhs. an der Nebenkammertüre
D3 Im 1. Obergeschoss zeigt ein alter Fensterstock an, dass die Fenster im 19. Jahrhundert vergrössert wurden.
D4 Fensterangel und Schliessvorrichtung an den Fenstern der Stube.
D5 Aufhängevorrichtung an der Strickkonstruktion im Vorraum des 1. Obergeschosses.
D6 und 6a Blick in den Rauchfang, der sich über dem Herd wölbt. Unter dem Rauchfang liegen der gemauerte Herd und die Öffnung für die Befeuerung des Stubenofens. Darüber leiten zwei Stutzen den Rauch in den Kamin. Der vordere über der Öffnung zum Stubenofen ist der Winterzug, der hintere über dem Kochherd der Sommerzug.
D7 Im 1. Obergeschoss durchmisst der Rauchfang den Vorraum zwischen den beiden Eingängen zu den Schlafkammern.
D8 Der kunstvolle Aufsatz auf dem Kamin, bekrönt das Dach des kleinen Wohnhauses. Vorkragende Steinplatten sollten ehemals den Funkenflug auf das Schindeldach verhindern. Der Föhnkamin wurd damals in den Föhtälern entwickelt. So wurde gewärleiste, dass auch bei Föhn, der rauch nicht in den Wohnraum gedrückt wurde. Dieser hier ist mi Kanton St. Gallen das einzige noch kompet erhaltene Exemplar.
Das Engagement dieser beiden Herren aus Quinten zeigt, wie wichtig und nötig es ist, dieses Kleinod,  welches von überregionaler Bedeutung ist zu retten.  Noch einmal herzlichen Dank für diese tollen und  interessanten Erleuterungen!
Geschichte
Stiftung Mesmerhüsli Quinten Index a Über Geschichte Nachweis Vorher Renovation Fertig Kontakt Herzlich Willkommen Seit dem späten 17. bis- frühes18. Jahrhundert steht dieses kleine Mesmerhaus in Quinten und erinnert an alte Zeiten. Als einziges Haus in Quinten ,ist es noch in vielen Teilen so erhalten wie es einst war. Insbesondere der Föhnkamin, welcher in den Föhnregionen damals entwickelt wurde, ist mit an Sicherheit grenzende Wahscheinlichkeit noch das letzte vollständig erhaltene Kamin im Kanton St. Gallen. Um  dem desolaten Zustand dieses wertvollen Zeitzeugen ein Ende zu bereiten, haben wir die  Stiftung Mesmerhüsli Quinten gegründet. Mit dem Zweck, das Haus möglichst in seinen Urzustand zurück zu bauen,reparieren was marode und defekt ist, um es dann der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu zeigen wie man hier in Quinten damals gelebt hat. Zudem sollen hier Hochzeitspaare ihren ersten Schluck auf ihre gemeinsame Zukunft trinken können (Hochzeits-Apéro) andere kleine Events wie Wein-Degustationen und dergleichen sollen hier in diesem einzigartigen Ambiente stattfinden.  Wir freuen uns auf diese Aufgabe und darauf los zu legen!
Texte: Marc Antoni Nay, Kunsthistoriker, Quinten Fotos: Daniel Imbach, Fotograf, Quinten Das Mesmerhüsli ist ein für Quinten typisches Wohnhaus. Es ist wohl noch im 17.bis 18. Jahrhundert entstanden. Im19. Jahrhundert erhielt der Bau einen Vorraum gegen Norden. Zudem wurden die Kammern im Obergeschoss erhöht und die Fenster vergrössert. Stube und Nebenkammer sind nach Süden zum See ausgerichtet. Dahinter schliesst eine schmale Küche an, von der aus der Stubenofen befeuert wurde. Weil das Haus für längere Zeit unbewohnt war, haben sich die Gebäudehülle und eine Vielzahl interessanter Baudetails erhalten, darunter die im 19. Jahrhundert erneuerten Fenster, archaisch anmutende Wandverkleidungen und ein grosser Stubenofen. ein mächtiger Rauchfang überdeckt die Feuerstellen in der Küche.
Die Nachstehende Beschreibung und die Bilder wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.
01 Das Mesmerhüsli liegt im Dörfli, gleich gegenüber der Kapelle St. Bernhard und bildet mit der Kapelle, der „Hasliegg“ und weiteren historischen Wohnbauten ein eindrückliches Ensemble an der Gasse, die steil vom kleinen Hafen zu den „Geissaställ“ hinaufführt. Diese Gasse ist Teil des viel benutzten Wanderwegs von Quinten nach Betlis und Weesen.
02 Gegen Süden und damit gegen den See hin liegen über einem gemauerten Keller die Hauptwohnräume. Das Erdgeschoss weist hier eine Stube mit Nebenkammer auf, das Obergeschoss zwei Schlafräume. Bergwärts schliesst die Küche an, gefolgt von einem teilweise gemauerten Bauteil, der einen Vorraum und das Plumpsklo aufnimmt.
03 Der Kernbau besteht aus einer Strickkonstruktion, die im vorderen Bereich auf dem gemauerten Keller, im hinteren direkt auf dem Erdboden steht.
04 Auf der Wetterseite gegen Westen hin schützt den Kernbau eine Ständerkonstruktion. Sie nimmt Nebenräume auf, in denen Heu und Holz gelagert wurde und ist deshalb unbefenstert.
05 Die Aussenwände des Kernbaus sind mit einem Schindelschirm versehen. Die Einfassungen der Fenster stammen aus dem 19. Jh. und sind weiss gestrichen. An der Südfront links vom Fenster der Nebenkammer hat sich ein altes Versicherungsschlid „HELVETIA ST.GALLEN“ erhalten, das von der Zeit zeugt, als die Gebäudeversicherung noch bei einer privaten Gesellschaft abgeschlossen werden musste.
06 Unter dem Schutz des Dachgiebels hat sich der Schindelschirm recht gut erhalten.
07 Dort wo er der Witterung stärker ausgesetzt war, zeigt er starke Zerfallserscheinungen.
08 Der Keller besitzt zwei Zugänge, einen externen von Osten her und eine interne Treppe, welche die Küche mit dem Untergeschoss verbindet. Ein erneuerter Deckenbalken trägt die Jahreszahl 1898.
09 Die Inschrift auf dem jüngsten (!) Balken im Keller lautet: „28   (als Striche notiert) Raschi im Jahr 1889“. Das „Raschi“ ist ein geflochtener Tragkorb, der für den Transport von Feldfrüchten, Holz, Laub, Sand und Mist verwendet wurde. Sechs Jahre nach dem Anbringen der Inschrift wurde der oberidische Telefondraht von Murg über den See nach Quinten gespannt.
10 Über die Küche wölbt sich ein mächtiger Rauchfang, die „Kämmischoss“. Darunter befinden sich der Herd, das Feuerloch und die beiden Rauchabzüge von Stubenofen und Kust. Der Sommerzug ist direkt mit dem Herd verbunden, der Winterzug bezieht den Stubenofen mit ein.    An der Ostwand steht ein Küchenbüffet mit einem „Khachla-Gstell“.
11 Die Stube besitzt einen Balkenboden. Die Wände sind mit einem einfachen Täfer aus stehenden Brettern versehen, die durch senkrechte Leisten in Felder gegliedert werden. Drei gekuppelte Fenster öffnen sich gegen Süden.
12 Die feinen, fast zerbrechlich wirkenden Stubenfenster stammen aus dem 19. Jahrhundert. Wie dies für die damalige Zeit üblich ist, sind sie weiss gestrichen.
13 Der Stubenofen liegt mitten im Haus und wird von der Küche aus befeuert. Der  gemauerte Block befindet sich zwischen Stuben- und Nebenkammertüre, ist weiss gekalkt und wird von einer mächtigen Steinplatte bedeckt.
14 Der Stubenofen ragt in die Nebenkammer, die als Elternschlafzimmer genutzt wurde. Rechts vom Ofen steht eine Kust in der Strickwand zur Küche hin. Im Gegensatz zum Stubenofen gibt sie relativ rasch nach dem Anfeuern Wärme ab. Zudem lässt sich mit ihr in Übergangszeiten mit wenig Holz ein wenig Wärme produzieren. 
15 Die Schlafkammern im Obergeschoss bestechen durch ihre Schlichtheit. Die Wände weisen keine Täfer auf, sondern zeigen die liegenden Balken der Strickkonstruktion. Der Rahmen der Türe zeigt an, dass dieselbe im 19. Jh. erhöht wurde.
Details Das Mesmerhüsli weist eine Fülle von schönen Details auf.                    Sie zeugen von der Handwerkskunst der Zimmerleute, Schreiner, Schindelmacher und Schmiede vergangener Zeiten.
D1 Schmiedeeiserne Türbeschläge an der Türe zur Nebenkammer.
D2 Türschloss des 19. Jhs. an der Nebenkammertüre
D3 Im 1. Obergeschoss zeigt ein alter Fensterstock an, dass die Fenster im 19. Jahrhundert vergrössert wurden.
D4 Fensterangel und Schliessvorrichtung an den Fenstern der Stube.
D5 Aufhängevorrichtung an der Strickkonstruktion im Vorraum des 1. Obergeschosses.
D6 und 6a Blick in den Rauchfang, der sich über dem Herd wölbt. Unter dem Rauchfang liegen der gemauerte Herd und die Öffnung für die Befeuerung des Stubenofens. Darüber leiten zwei Stutzen den Rauch in den Kamin. Der vordere über der Öffnung zum Stubenofen ist der Winterzug, der hintere über dem Kochherd der Sommerzug.
D7 Im 1. Obergeschoss durchmisst der Rauchfang den Vorraum zwischen den beiden Eingängen zu den Schlafkammern.
D8 Der kunstvolle Aufsatz auf dem Kamin, bekrönt das Dach des kleinen Wohnhauses. Vorkragende Steinplatten sollten ehemals den Funkenflug auf das Schindeldach verhindern. Der Föhnkamin wurd damals in den Föhtälern entwickelt. So wurde gewärleiste, dass auch bei Föhn, der rauch nicht in den Wohnraum gedrückt wurde. Dieser hier ist mi Kanton St. Gallen das einzige noch kompet erhaltene Exemplar.
Das Engagement dieser beiden Herren aus Quinten zeigt, wie wichtig und nötig es ist, dieses Kleinod,  welches von überregionaler Bedeutung ist zu retten.  Noch einmal herzlichen Dank für diese tollen und  interessanten Erleuterungen!
Stiftung Mesmerhüsli Quinten   Kontaktadresse:  Erlenhof 1922 / CH- 9473 Gams  +41 81 756 02 34 / Bank Linth CH79 0873 1550 8536 1200 1  mesmerhuesli.quinten@bluewin.ch     www.mesmerhuesli.ch  
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